Microsheets und Mikrofilm

Wie man Daten für die Ewigkeit konversieren kann

"Die digitale Langzeitarchivierung kombiniert das Risiko des plötzlichen, vollständigen Datenverlusts mit maximalen Kosten" - Michael Winkler, Geschäftsführer der archium GmbH

archium überträgt digitale Inhalte zunächst in ein bildhaftes Format. Für die Archivierung in Mikroformen sind vektorisierte Buchstaben und Grafiken von Vorteil. Die so umgewandelten Vorlagen speichern wir zunächst als PDF. Das einheitliche Format erleichtert uns später den Aufwand der Migration. Eine dauerhafte Archivierung wird jedoch erst in einem analogen Format möglich. Die Verfilmung von digitalen Dokumenten als analoge Kopie auf Mikrofilm oder Mikrofiche war Langezeit eine Garantie für deren Verfügbarkeit. archium hat mit der Übertragung des Prinzips der Mikroverfilmung auf säurefreies Papier ein neues Medium geschaffen, das in der Haltbarkeit vergleichbar mit Mikrofilm ist. Das Digitalisieren durch Scannen der Mikroformen von Papier ist mit bereits vorhandenen Geräten im Büro ganz einfach möglich.

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Papier ist geduldig

Wer sich für eine Archivierung auf Papier entscheidet, kann sich entspannt zurücklehnen. Genau wie Mikrofilm benötigt Papier keinen Strom, kein Internet, keine Technik und kein Personal für die Wartung. Man kann Informationen nicht einfach auf Knopfdruck manipulieren, verschlüsseln oder löschen. Aber: Papier lässt sich maschinell beschreiben und einlagern ohne dass Energie für den Erhalt der Daten aufgewendet werden muss. ​archium verwendet ausschließlich säurefreies Papier, welches nach ​DIN EN ISO 9706 zertifiziert ist. Diese Norm für Archivpapier wird vom Bundesarchiv für behördliche Zwecke vorgeschrieben.

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Alle Argumente sprechen dafür:

klein

Unser spezieller Prozess erlaubt eine sehr starke Miniaturisierung. Das schont wertvolle Ressourcen und bringt enorme Platzvorteile.

lesbar

Die gedruckten Dateien lassen sich mit Lupe, Büroscanner und Smartphone wieder lesbar machen. QR-Codes liefern die Metadaten mit.

sicher

armaGETON schützt Ihre Daten bereits heute für 200 Jahre sicher vor Cyberangriffen und Datenverlust durch Technikversagen.

unabhängig

Die Datenspeicherung auf einem analogen Datenträger erfolgt stets energielos. Der Zerfall ist schleichend und kündigt sich rechtzeitig an.

nachhaltig

Papier benötigt keine seltenen Erden und ist auch kein Sondermüll. Es benötigt keine besondere Lesetechnik und lässt sich einfach recyclen.

saubillig

Durch den Wegfall von Stromkosten, Technologie, Wartung und Migration sind Einsparungen von bis zu 99% über die Speicherdauer möglich.

Langzeitarchivierung mit archium armaGETON

magazinbuch und Findmittel in einem 

Lehnen Sie sich entspannt zurück

Wenn Sie nach einer Verfilmung von Dokumenten auf Mikrofilm oder Microfiche gesucht haben, bieten wir Ihnen hier eine preiswerte Alternative: Die Microsheets in Form eines Magazinbuches aus Papier. Wir nennen unser Produkt armaGETON.

archium bereitet Ihre digitalen Bilder und Dokumente so auf, dass sie langfristig lesbar und authentisch bleiben.

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Von Mikrofilm zu Microsheets - die Evolution der Mikroform

Anfangs waren es Magnetbänder und Disketten, die uns glauben ließen, wir hätten einen verläßlichen Speicher. Danach wiegten uns CD-ROMs in scheinbarer Sicherheit. Seitdem vermitteln weitere Innovationen die Illusion, digitale Daten ab sofort stabil sichern zu können. Glas und Keramik sind hierzu tatsächlich sehr vielversprechend.

Das Hauptrisiko der digitalen Datenhaltung vermindern sie alle nicht - die anspruchsvolle Kodierung und der Zwang, komplizierte Lesetechnologie verfügbar zu halten. Deswegen wird seit Beginn der Digitialisierung trotzdem die zusätzliche Speicherung analoger Abbilder all jener Daten favorisiert, die visualisierbar sind. Schon in den 1980er Jahren gab es mit der COM Verfilmung eine Technologie, Bildschirminhalte auf Mikrofilm zu übertragen. Spätere Verfahren erhöhten die Auflösung signifikant, der Mikrofilm blieb meistens monochrom. Seit 2007 war archium selber im Verbund mit dem Fraunhofer Institut für Physikalische Messtechnik, der Firma Media de Lux in Offenburg und Staatlichen Partnern wie dem Landesarchiv Baden-Württemberg und dem Institut für Erhaltung von Archiv- und Bibliotheksgut an der Entwicklung eines Verfahrens zur Sicherung digitaler Inhalte auf hochauflösendem Mikrofilm in Farbe beteiligt. Die Technologie konnte 3µm kleine bunte Laserspots auf 35 mm  Mikrofilm von Ilfochrom-/Cibachrom belichten und ist bis heute im Segment der Mikroverfilmung unübertroffen.

Aber auch die Verfilmung an sich hat ein prinzipielles Problem, weswegen sie heute – leider - kurz vor dem Aussterben steht: Sowohl die Herstellung von Mikrofilm als auch die Filmentwicklung basieren auf sehr anspruchsvollen, gesundheitsgefährdenden und teuren chemischen Prozessen. Lediglich Schwarz-Weiß oder Graustufen Mikrofilme sind noch einigermaßen wirtschaftlich verfügbar.

Von großer Bedeutung ist auch das veränderte Benutzerverhalten. Früher standen in fast jeder Bibliothek Arbeitsplätze mit speziellen Lesegeräten für Mikrofilm. In jeder Werkstatt fanden sich kleine Karusselle für Fiche bzw. Mikrofiche - eine Art Mikrofilm im Postkartenformat - in welchen die Meister ihre Stücklisten und Produktionsdetails abrufen konnten. Auch dazu benötigten sie spezielle Lesegeräte, welche das analog verkleinerte Abbild optisch auf Bildschirmgröße vergrößerten. Diese Arbeitsgänge werden heute komplett von Computern übernommen und sind vollständig obsolet geworden. Damit fallen aber die Hauptanwendungsbereiche für analoge Lesegeräte weg. Auf dem Markt gefragt sind heute deshalb vor allem Lesegeräte, die in der Lage sind, analoge Mikroformen zu digitalisieren. Diese Geräte sind teuer und die Qualität dieser Scanner ist mittelmäßig, weswegen solche Geräte nur eine Marktnische besetzen und weit davon entfernt sind, in jedem Büro Einzug zu halten.

archium ging deswegen auf die Suche nach einer Mikroform, die haltbar ist, eine ähnlich gute Schreibdichte wie Mikrofilm ermöglicht, preiswert ist und - das ist heute eigentlich sogar das allerwichtigste - mit verfügbaren Mitteln überall sofort re-digitalisiert werden kann. Dabei fiel unsere Wahl auf säurefreies Papier. Unser Verfahren zur Kombination von Bild mit Metadaten, zur Aufbereitung für die erleichterte digitale Nachnutzung, die für die punktgenaue Bildwidergabe optimierte Datenvorbereitung und die rasterfreie Drucktechnik machen aus - zugegebenermaßen sehr hochwertigem Papier - Microsheets.

Im Gegensatz zu SW Mikrofilmen sind die Microsheets von archium farbig. Wenn der Kunde jedoch Graustufendrucke vorzieht, so können wir über unser arCODECO-Verfahren RGB- und CMYK-Farbkanäle sequentiell abbilden und auch wieder zusammensetzen. Für die Bewahrung von authentischen Farbeindrücken ist dieses Verfahren sogar zuverlässiger als jene Verfahren, die Farbräume transformieren - wie es beim Buntdruck prinzipiell der Fall ist!

Mit den überlappenden Laserspots erreichten wir auf farbigem Mikrofilm eine tatsächliche Auflösung von ca. 100 Linienpaaren pro Milimeter in einem Bildsegment von 35x49 mm. Auf den Microsheets erzielen wir gegenwärtig eine Auflösung von 22 Linienpaaren pro Milimeter. Die uns zur Verfügung stehende Gesamtfläche ist aber viel größer, so daß wir in der Praxis eine größere nutzbare Datendichte pro Microsheet erzielen. Unsere Microsheets sind bis hin zum Format DIN A3 herstellbar, DIN A4 ist unser Standard.

Noch eine Bemerkung zur Speicherdichte von Mikrofilm in Bezug auf das Volumen. Eine Rolle 35 mm Mikrofilm beinhaltet 600 Frames. Das entspricht bei 2 Dokumenten je Frame 1.200 Dokumentseiten.  Sechs Schachteln Mikrofilme haben etwa das Volumen eines Telefonbuches. Das ergibt demnach eine Speicherdichte von etwa 7.200 Seiden DIN A4. Verglichen mit den archium Microsheets lassen sich auf 500 Blatt Papier 20.000. Seiten abdrucken. Demnach haben Microsheets etwa die 3-fache Speicherdichte wie Mikrofilm und können außerdem gleich mit einem Inhaltsverzeichnis in Farbe ausgefruckt und archiviert werden.  So gesehen sind Microsheets eine ernsthalte Alternative zum bekannten Mikrofilm.

Anschrift

archium GmbH
Gewerbepark Keplerstraße 6/8
07549 Gera (Thüringen)

KontakT

0365-855 038 25
kontakt@archium.org

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